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Offener Brief an die Mitglieder des Kreistages Holzminden

Lesermeinung im TAH vom 02.12.09

Image-Gau durch Ziegenfabrik

Die geplante Ziegenfabrik auf der Domäne Heidbrink beschert dem Landkreis Holzminden ein Alleinstellungsmerkmal mit großer Zerstörungskraft. Der Landkreis wird untrennbar mit dem Merkmal der großindustriellen Ziegentierhaltung verbunden sein, wie dies in ähnlicher Weise bei Grohnde mit seinem Atomkraftwerk der Fall ist.

Die Ziegenfabrik wäre als größte Fabrik ihrer Art ein Superlativ. Superlative schaffen es mühelos in überregionale Medien, die ein breites Massenpublikum ansprechen. So bezieht beispielsweise der Focus in der Ausgabe 40/2009 mit der Überschrift „Ziegenfabrik? Nein danke!“ deutlich Position.

Der Gegenwind ist deshalb so deutlich, weil man mit dieser industriellen Massentierhaltung auf das falsche Pferd setzt und gegen den „Bio“-Trend reitet.

Da helfen auch nicht die vermeintlich hohen Anforderungen des Poller Ratsbeschlusses mit der Begrenzung auf bescheidene 7000 Ziegen. Was wir den Tieren und letztendlich uns selbst damit antun, kann man nicht dadurch verdrängen, dass man die Gebäude immissionsfrei abdichtet und es durch Begrünung der direkten Betrachtung entzieht.

Wenn die Ziegenfabrik gebaut wird, dann wird dieses Vorhaben nicht nur wissenschaftlich begleitet werden, sondern auch zum Mekka engagierter Tier- und Umweltschützer. Die bisher angesprochenen Touristen werden die Nase rümpfen und sich andere Ziele suchen. Sie werden sich von Geruchsemissionsgutachten genauwenig überzeugen lassen wie von Gutachten über die hervorragende Luftqualität der Atomkraftgemeinde Grohnde.

Touristen reagieren empfindlich und schnell. Sie können wählen und suchen Orte mit positiv besetzten Alleinstellungsmerkmalen.

Die Ziegenfabrik zerstört in der Gesamtrechnung mehr Arbeitsplätze als sie schafft, weil industrielle Massentierhaltung und naturnaher Tourismus nicht zusammenpassen. Der Landkreis muss sich entscheiden. Noch hat er die Wahl.

 

Dipl. Sozialwissenschaftler
Dietmar Lipfert

(Der Autor ist im Landkreis Holzminden aufgewachsen und lebt heute aus beruflichen Gründen im Rhein-Main-Gebiet)

 

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