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off. Brief 16.03.10
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So hätte unser Leserbrief bereits vor zwei Wochen im TAH erscheinen sollen. Insgesamt drei Anrufe waren nötig, um überhaupt eine Veröffentlichung zu erreichen. Der TAH hat unsere  Überschrift schließlich in "Landrat Waske muss einen Zeitplan erstellen" geändert und die Anmerkung zum Schluss gestrichen. Warum wohl  ??????????

Offener Brief an die Kreistagsabgeordneten und an die Kandidaten für den Samtgemeinderat Bodenwerder-Polle

Wir sind nicht hysterisch, aber sehr sehr besorgt

denn die Fakten in den Niederlanden, insbesondere in Nordbrabant, belegen den direkten Zusammenhang zwischen Q-Fieber-Epidemien und Massentierhaltungen von Milchziegen eindeutig: Insgesamt 2300 Menschen haben sich mit dem Erreger Coxiella burnetii infiziert, der von den Ziegen aus den Intensivhaltungen auf den Menschen übertragen wird. Mindestens sechs Tote hat die Epidemie inzwischen gefordert. Um die Bevölkerung vor weiteren Infektionen zu schützen, hat die niederländische Regierung seit Dezember 40.000 trächtige Ziegen in 63 Intensivtierhaltungen töten lassen. Zu infizierten Betrieben muss ein Sicherheits-Quarantäne-Abstand von 5 km eingehalten werden.

Diese Entwicklung ist kein gutes Omen für das Projekt der Firma Petri, Europas größte Massentierhaltung auf dem Heidbrink. Wird es denn trotzdem weiter vorangetrieben?

Endlich sollen dem Landkreis die Unterlagen der Firma  komplett vorliegen, so dass der Kreistag tatsächlich am 3.Mai über die Teillöschung aus dem Landschaftsschutzgebiet entscheiden könnte. Wann aber findet dann die wiederholt fest zugesagte Einwohnerversammlung statt? Wann wird den Bürgern, der Gemeinde und den Verbänden Gelegenheit gegeben, die Unterlagen einzusehen und Stellung zu nehmen? Inzwischen drängt die Zeit, doch noch immer steht kein Termin dafür fest.  Darum bitten wir Sie, Herr Landrat Waske, umgehend einen Zeitplan erstellen zu lassen.    
 
Unser Appell richtet sich aber auch an alle Kandidaten für den Samtgemeinderat Polle-Bodenwerder: Lassen Sie nicht zu, dass der Kreistag über den Kopf der Gemeinde hinweg entscheidet, bestehen Sie auf Ihrem und unserem Recht, Stellung zu nehmen. Denn wir sind es, die von dieser Entscheidung am stärksten betroffen sind, weil wir in unmittelbarer Nähe der Ziegenfabrik einer ständigen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt wären.

Ein ganz besonderer Appell geht an den am 3. Januar neu gegründeten CDU-Ortsverband "Weserbogen": Wenn Ihnen Ihr Name mehr bedeutet als eine bloße Bezeichnung, dann muss Ihr Name Programm sein. Setzen Sie sich für die Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes Wesertal ein!

Und hier noch ein Vorschlag an den Ortsverband "Weserbogen": Nehmen Sie Einfluss auf Ihre Parteifreunde im Kreistag. Laden Sie sie an einem der kommenden Frühlingstage nach Polle auf die Burg ein, besteigen Sie gemeinsam den Burgturm und genießen Sie das herrliche Panorama auf eine einzigartige Landschaft. Wenn Sie Glück haben, zieht hoch über dem Wesertal gerade ein Roter Milan seine Kreise. Wahrscheinlich füllt sich der Parkplatz zu Ihren Füßen mit Wohnmobilen, Autos, Motorrädern und Bussen. Vielleicht sehen Sie Kinder, die Steinchen in die Weser flippen, vielleicht Gruppen von Rudersportlern, die hier ihre Boote in die Weser gleiten lassen, oder auch einen Bus mit holländischen Radtouristen, die gerade ihre Fahrräder vom Anhänger nehmen, um hier ihre Tagestour zu beginnen. Mit Sicherheit aber werden Sie das unablässige Rattern der Ketten unserer Gierseilfähre hören, die Scharen von Radfahrern jeden Alters übersetzt, werden Sie sehen, wie sich der Radweg im Weserbogen füllt. Sie werden erleben können, wie Erholung suchende Menschen von unserer Weserlandschaft Besitz ergreifen und den Aufenthalt in ihr genießen.
Wenn Sie sich vom Turm aus dann die unmittelbare Nähe zwischen den Menschen und der geplanten riesigen Ziegenfabrik vergegenwärtigen und gleichzeitig das Risiko, das von der hoch ansteckenden Q-Fieber-Epidemie ausgeht, dann spüren Sie, dass es nicht Recht ist, diese Idylle (teil) zu löschen, dann wissen Sie, dass diese Landschaft nicht nur um ihrer selbst, nicht nur um der Tiere, sondern vor allem um der Menschen willen bedingungslos und uneingeschränkt geschützt werden muss. Ohne Wenn. Ohne Aber.

Liebe Kandidaten! Wenn Sie am 11. April als Bürgermeister oder Ratsmitglied der neuen Samtgemeinde Bodenwerder - Polle gewählt werden wollen, dann müssen auch Sie uns vorher genau diese Frage beantworten: Wollen Sie sich dafür einsetzen, dass der Heidbrink für künftige Generationen geschützt bleibt?

Wir erwarten Ihre Antwort

aus der evtl. 5 km Sicherheitszone und nächster Nähe:

Cornelia Niehaus (Heidbrink)
Regina Bertram (Polle 600m)
Marie-Luise Hundertmark (Brevörde 1,7km)
Waltraud Streicher (Heinsen 2,6km)
Margrit Winter (Brille, 3,1km)
Cornelia Tacke (Grave 3,5km)
Ilse Fischer (Reileifzen 3,6km)
Elisabeth Kilian (Forst° 4,35km)
Gudrun Raddatz (Vahlbruch 5,7km)
Hannelore Harder (Bevern 7,1km)
Marianne Delekat (Holzminden 8,2km)

°In Forst haben sich bereits 2006 zwei Menschen mit dem Q-Fieber infiziert, einer lebensbedrohlich

 

(diesen Leserbrief als pdf-Download)

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