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Lesermeinung TAH vom 8. Dezember 2006

Wo bleibt die öffentliche Diskussion?

Nachdem nun der Landtag auf Anfrage der Grünen den geplanten Verkauf der Domäne Heidbrink und den Bau einer Ziegen-Massentierhaltung bestätigt hat, wundere ich mich als Poller Bürger doch sehr über das Schweigen der Kommunalpolitiker. Da sollen mehrere tausende Milchziegen in Hallen gesperrt, gemolken und gemästet werden und die Gemeindevertreter ducken sich weg? Sie sind nicht zuständig wie sie mir erklären oder wissen schier gar nichts. In Polle ist die größte Ziegenstallhaltung Europas geplant.

Viele Fragen tun sich auf. Warum kann Herr Petri ohne Ausschreibung so billig Land kaufen. Ohne die Genehmigung des Landtages sogar noch etwa 300 Hektar angrenzenden Wald? (FFH Naturschutzgebiet). Warum arbeitet Polle gegen die Tourismusförderung, wie es das Regionalentwicklunsgkonzept vorsieht? Da frage ich mich als Anlieger und Investor meiner Schmiede, ob das Land Niedersachsen die Domäne absichtlich so vernachlässigt hat?

Die Poller Bürger werden es riechen, was mit Gülle und Ammoniak wird. Die Ziegen und die vielen Arbeitsplätze könnten vorgeschoben sein, um billig Kieserwartungsland zu organisieren.

Wer zahlt für Infrastruktur und Kanalanschluss? Die jetzigen Anlieger? Der Steuerzahler vielleicht? Was passiert mit den jetzigen Bewohnern der Domäne Heidbrink - müssen wir verkaufen? Wird der nagelneue Weserradweg gesperrt? Ist das nachhaltige Politik?

Auf der von den Kreisgrünen dankenswerterweise geführten öffentlichen Diskussion mit vielen Bürgern in Polle, bemerkten die anwesenden Kommunalpolitiker es sei noch nichts entschieden. In der Landtagsanfrage ist jedoch zu lesen, dass die Samtgemeinde Polle - im Gegensatz zum Landkreis - bereits zugestimmt hat! Dies ohne jedes vorheriges Gespräch mit den Bürgern! Im Gegenteil, alle Nachfragen und Kritik wurden abgeblockt. Dieses Demokratieverständnis ist schon dreist - immerhin geht es hier um ein lebenswertes Stück Weserlandschaft.

Die denkmalgeschützten Häuser sind ebenfalls in Gefahr. Und Alternativen für eine Entwicklung des Heidbrink im Einklang mit der Weserlandschaft und den Nachhaltigkeitszielen sind durchaus vorhanden. Man muss sie nur wollen, statt kurzlebig einem interessierten Investor hinterherzulaufen. Der Landtag soll schon Anfang Dezember in seiner Plenumssitzung den Verkauf beschließen.

Bereits einmal haben sich Poller Bürger bei ähnlichen Plänen Gedanken gemacht. Die Häuserwelt „Homeworld" wurde 1998 durch Bürgerprotest gegen den Gemeinderat verhindert.

Georg Petau, Polle/Heidbrink

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